Eine Küche ist ein Team unter Zeitdruck im Kleinformat. Es gibt ein gemeinsames Ziel mit klarer Deadline, ungleich verteilte Fähigkeiten, knappe Ressourcen und ununterbrochenen Abstimmungsbedarf. Wer koordiniert? Wer übernimmt? Wer fragt nach, und wer macht einfach?
Nach zwei Stunden am Herd hat jedes Team seine Muster gezeigt — die tragenden und die anstrengenden. Niemand musste sie behaupten, alle haben sie erlebt.
Dazwischen liegt der Tisch. Ihr esst, was ihr gemeinsam zubereitet habt — sichtbares Ergebnis eurer Zusammenarbeit, mit allem, was gelungen ist, und allem, was danebenging. Beides gehört dazu, und beides wird gemeinsam gefeiert. Es ist der Moment, in dem aus einer Gruppe, die eine Aufgabe erledigt hat, wieder ein Team wird.
Am Nachmittag arbeitet ihr genau damit. Nicht mit einer Theorie über Zusammenarbeit, sondern mit dem, was am selben Vormittag zwischen euch passiert ist. Das ist der Unterschied zwischen einem Workshop, in dem über Zusammenarbeit gesprochen wird, und einem, in dem sie auf dem Tisch liegt.